Vereinsausfahrt 2009!
Am Samstag (15. August) lud die Familie Kemper zur Vereinsausfahrt ein. Das Wetter war wie bestellt sonnig und der Himmel wolkenfrei und somit waren schon die besten Voraussetzungen für einen schönen Nachmittag gegeben. Zwischen 12 und 13 Uhr trudelten dann die Hänger, mit Pferd/en und Kutsche beladen auf den Hof in Delrath, wo nach einem kurzem "Hallo" und dem bestaunen der 2 Neuzugänge im Stall (Rolex und Rubin), die Pferde geputzt und angespannt wurden. Fast pünktlich gegen 13 Uhr fuhr dann die Kolonne von 5 Kutschen und einem Reiter vom Hof. Allen voran Adi, der gerne die Führung übernahm und uns erst mal in Richtung Fahrplatz lotste.
Die erste Hürde war dann die Autobahnbahnbrücke, wo die Pferde zeigen konnten wie gelassen sie sind. Der kleine Anstieg der Brücke war auch gleichzeitig ein Aufwärmprogramm für die folgende Strecke, denn nachdem wir am Fahrplatz vorbei gefahren waren und alle sicher die B9 überquert hatten, ging es daran den Deich erst mal hoch und dann natürlich wieder runterzufahren. Obwohl der Abstieg sehr steil war folgten alle Kutschen dem mutigen Beispiel des vorangehenden Einspänners von Adi, und nach dem Motto "Augen zu und durch" kamen dann alle heil auf dem Weg Richtung Uedesheim an.
Dieser führte unmittelbar am Rhein vorbei. Auch hier mussten die Gespanne zeigen wie gelassen sie gegenüber den vorbeifahrenden Schiffen waren, was alle Pferde, wenn bei manchen auch nach kurzer Eingewöhnungsphase, auch taten. Nachdem dann noch einmal kurz über die B9 gefahren werden musste, stießen wir dann auf zwei weitere Reiter, die uns bis nach Uedesheim hin begleiteten. Die Leute schauten nicht schlecht als mehrere Gespanne auf einmal durch ihr Dorf fuhren. Doch die meisten schienen eher begeistert zu sein und auch die Autofahrer die gezwungenermaßen warten mussten schienen unseren Marsch nicht übel zu nehmen.
Nach dem wir uns dann aber wieder in Richtung des Rheines abgesetzt hatten konnten alle die wunderschönen Rheinauen genießen. Wir folgten kleinen Feldwegen, die mal gut zu befahren waren und mal ihr holpriges Gesicht zeigten. Hier konnte sich nun jeder glücklich schätzen der au einer Kutsche saß, die gut gefedert war.
Wir folgten nun immer weiter dem Verlauf des Rheins da ja unser ausgeschriebenes Ziel die Fleherbrücke war, welche sich schon im Sonnenlicht vor uns präsentierte. Da das Gebiet, welches wir gerade durchquerten, früher regelmäßig von Kempers unsicher gemacht wurden, kannten Adi und Stefan noch eine kleine extra Schleife, bei der jeder der nun noch Lust seine Pferde in einem schönen Trab um ein Feld scheuchen konnte. Selbst die Mini Schettis kamen hinter her. Da nicht alle einen kleinen Zwischenspurt eingelegt hatten, galt es diese natürlich wieder einzuholen. Aber kaum, dass alle wiedervereint waren, hatten wir auch schon das Ziel erreicht. Die Fleherbrücke!
Sowohl Pferde also auch Fahrer und Reiter waren froh im Schatten der Brücke kurz Pause machen zu können und die ganz mutigen konnten ihren Pferden eine besondere Abkühlung verschaffen in dem sie durch einen flachen Teil des Rheins fuhren. Also konnte auch hier wieder getestet werden wie hochseetauglich die Pferde und auch Kutschen samt Insassen sind. Doch auch hier zeichnete sich wieder die große Gelassenheit der Kutschpferde aus, die das kleine Bad bis zu den Knien sehr genossen. Allerdings kamen den Schettis ihre Ähnlichkeit zu den Seepferdchen in den Sinn, so dass sie sich gleich komplett mit Geschirr in die Fluten stürzten. Kaum waren alle wieder aus dem Wasser wurde auch wieder zum Aufbruch gerufen.
Der Weg führte noch eine viertel Stunde am Rhein entlang bis wir dann wieder Richtung B9 und damit auch wieder Richtung Delrath aufmachten. Unser Weg wurde gekreuzt von Kopfweiden, abgeernteten Feldern über Weiden auf denen man konnte es kaum glauben, kleine 12 blättrige Pflanzen wuchsen. Die gut ausgebildeten Fahrer wussten natürlich sofort, dass es sich bei dieser Pflanze um Jacobs Kreuz Kraut handelt, dass nach einer gelungen Aktion auf unserem Fahrplatz nicht mehr zu finden sind. Kurz bevor wir die B9 passierten, mussten wir uns dann von einem Reiter verabschieden. Stefan musste das Pferd wieder zurückbringen und so war nun nur noch Alexandra hoch zu Ross unterwegs.
Die Überquerung der Schnellstraße war dann allerdings noch etwas gefährlich, da nicht alle Autofahrer die Geduld hatten hinter uns her zu fahren bzw. zu warten bis die Gegenspur frei war um dann langsam zu überholen. Doch gegen vier Uhr trafen alle Gespanne heil und komplett wieder am Stall an. Dort wurde sich natürlich erst um die Pferde gekümmert und als diese dann alle gut versorgt waren, gab es auch leckeren Kuchen und Getränke für die Fahrer.
Nachdem alles dann wieder bei Kräften waren, ging es für jeden erst mal Richtung Heimat, um den Pferden das wohl verdiente Futter und Ruhe zu gönnen, um dann am frühen Abend wieder in Delrath zusammenzukommen um den Abend beim grillen gemütlich ausklingen zu lassen.
Hier noch mal einen Herzlichen Dank an die ganze Familie Kemper (Menschen, als auch Tiere) für den wirklich schönen und gelungen Tag.
Hier gibt es noch einige Bilder von der Ausfahrt
-Sabine F. und Lukas S.-
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